in-kind – Besuch in der St. Elisabeth Stiftung der Erzdiözese Wien

Die St. Elisabeth Stiftung der Erzdiözese Wien leistet einen wesentlichen Beitrag zur Unterstützung von Alleinerzieherinnen, Schwangeren und Familien in herausfordernden Lebenssituationen, unter anderem durch Wohnangebote, Beratung sowie Arbeitsintegrationsprogramme. Davon durften sich unsere INNA-Award Siegerinnen selbst ein Bild davon machen und Schlüsse für ihr Projekt ziehen.

Zwischen Excel-Listen, Karteikarten und einem digitalen System werden Informationen weitergegeben, ergänzt und übertragen. Manchmal mehrfach. Manchmal parallel.

Idealerweise stehen einige Schritte später vorbereitete Pakete mit Kleidung, Windeln oder Spielzeug bereit, zusammengestellt auf Basis von konkretem Bedarf, mit viel Engagement von MitarbeiterInnen und Ehrenamtlichen vorbereitet.

Ein zentraler Baustein dieser täglichen Unterstützung ist das Sachspendenlager: Kleidung, Windeln, Lebensmittel oder Kinderwagen und vieles mehr werden hier angenommen, gesichtet, sortiert und ausgegeben.

Der Einblick in die Praxis zeigt, was leicht zu übersehen ist: hinter jedem einzelnen Schritt steckt viel Arbeit, und zwar vor allem manuelle Arbeit.

Spenden müssen sortiert, geprüft und eingeordnet werden. Und zur Realität gehört auch, dass kaputte oder nicht verwendbare Dinge gespendet werden, diese müssen aussortiert und teilweise kostenpflichtig entsorgt werden.

Viele Prozesse sind manuell, verteilt und stark von persönlicher Erfahrung abhängig.
Ein durchgängiger Überblick über Bestände oder Nutzung ist nur eingeschränkt vorhanden.

Und genau darin liegt die eigentliche Leistung: Im Zusammenspiel von Prozessen, Kommunikation und den realen Rahmenbedingungen entsteht ein System, das unter begrenzten Ressourcen funktionieren muss und täglich konkrete Unterstützung ermöglicht.

Gemeinsam mit Studierenden des IMC Krems durften wir diese Abläufe vor Ort analysieren. Die Fragen von Daria Mocydlarz, Marta Figueroa Plaza, Ina Botnarenco und Miguel Alexander Helbl vor und während des Besuchs sowie ihr Feedback im Anschluss helfen auch uns, unsere Perspektive zu schärfen, und vor allem das zwischenmenschliche Zusammenspiel bewusster zu reflektieren.

Daher ist unser Anspruch nicht, alle Schritte der bestehenden Abläufe um jeden Preis zu automatisieren, sondern dort zu unterstützen, wo es im Alltag tatsächlich entlastet. Damit Kinder wieder träumen können.

Vielen Dank an Kati Kuban und Carina Bauer-Unzeitig für die Offenheit! Wir freuen uns darauf, die nächsten Schritte gemeinsam zu gestalten.